Artikel im NDR und in der TAZ über das Gutshaus Klaber

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Wenn man Gutshaus Klaber googelt, erhält man ganz schnell Seiten, die den Ort Klaber und seine Bewohner sowie uns in die Ecke  „Herrenmenschen“ (taz) oder in Richtung „braune Biokost“ (NDR) stellen. Dazu möchte ich einiges zu bedenken geben: Es gibt in Klaber ein Gutshaus, es gibt einen Gutshof, es gibt den Backsteinbau vom Sohn des ehemaligen Gutsherrn, es gibt einen Neubau und Einfamilienhäuser. Die Menschen, die hier leben, sind so verschieden wie die Häuser.Dei einen christlich, die anderen atheistisch, die dritten germanisch und die vierten spirituell, die fünften wissen gar nicht woran sie glauben sollen.

Der Gutshof beispielsweise gehört den Familien  Krauter und Hanke, die sehr schöne Gärten haben, vom Handwerk leben und  traditionsverbunden  ihren Begriff einer deutschen Heimat leben. Sie fahren sonntags mit der Kutsche und der ganzen Familie aus, haben viele Kinder und werden in den Medien in eine „rechte Ecke“ geschoben. Wir hier im Gutshaus kommen gut mit ihnen aus, haben aber, meiner Meinung nach, eine andere Weltanschauung. Wir mögen einfach dieses Gutshaus, diesen Flecken Erde, die grüne Natur und lieben die Menschen, die wie wir auf dem Weg sind.

Für mich spielt es keine große Rolle, welche Hautfarbe, Glaubensrichtung etc. ein Mensch hat, wenn er konsequent friedlich das Beste aus seinem Leben macht, dessen er fähig ist. Wir sind alle  Seelen, die sich einen Körper geschaffen haben, um hier auf dieser Erde bestimmte Erfahrungen zu machen, das ist meine Überzeugung. Dabei bestimmt unser „Karma“, d.h. die Erfahrung aus früheren Leben, wo wir zur Welt kommen, welche Eltern, Geschwister und sonstige Verwandte wir haben, was wir lieben oder nicht. Aber eigentlich  sind wir auf dem Weg wieder dahin zurück wo wir herkommen – zur höchsten Schwingung, zu Gott, zur ewigen Lieben und Einheit, wie immer man es nennen will. Die Religionen, Traditionen, Weltanschauungen geben uns erst einmal einen Halt und ein Denkmuster, das ist einfacher für unser Gehirn – wir sind aber dazu auf der Welt, um diese zu überwinden, denn sie bewirken eine Trennung. Wir, d.h. unsere Seelen,  möchten  wieder auf den Weg zur Einheit, jenseits aller Trennungen und Begrenzungen, deshalb sollten wir so offen wie möglich mit anderen Menschen umgehen.

Zu unserem Freundeskreis gehört ein Zeuge Jehovas, ein Schwarzafrikaner der in Rostock zu Hause ist, auch Menschen, die von den Medien in die rechte Ecke gestellt werden. Mir ist das egal – ich höre, was andere Menschen sagen und sehe, was sie tun und bilde mir meine eigene Meinung und bin immer bereit, diese zu ändern, wenn ich eines Besseren belehrt werde. Ich lese amerikanische, russische, indische, europäische, deutsche, asiatische … Bücher, lerne gerade intensiv englisch und möchte auch noch spanisch lernen.

Auf jeden Fall ist der Artikel der „taz“ ist völlig abseits jeder Wahrheit, grottenschlecht recherchiert und voll von Vorurteilen – wir fühlen uns in keinster Weise als „Herrenmenschen“ – ich fühle mich davon nicht mal angegriffen, weil es soweit weg von mir ist wie wenn sie geschrieben hätte im Gutshaus wohnen Chinesen (soll kein Angriff auf Chinesen sein). Mit solchen Begriffen polarisieren die Medien – sie sind nicht dazu da, um zu informieren, sondern um Nachrichten zu produzieren, die gelesen werden – und wir Menschen mögen polarisierende Nachrichten. Seht euch nur die Überschriften der B.-Zeitung an, dann seht ihr, was die Masse der Menschen lesen möchte. Nun habe ich immer gedacht, die TAZ und der NDR sind besser – aber ich habe beide angeschrieben, was sie meinen, was sie mit ihren Artikeln erreichen. Leider habe ich keine bzw. nur  ausweichende Antworten erhalten.  Stärken diese Artikel die weltoffenen Menschen? Das tun sie nicht, weil sie uns hier in Klaber alle in einen Topf werfen, aber nur einige wenige Leute treffen möchten (mit denen sie sich vielleicht noch nicht einmal unterhalten haben). Unter dem Deckmantel der „Information“ verbreiten sie ihre eigenen Vorurteile. Und falls diesen Blog jemand liest, der in den Massenmedien arbeitet: Ich würde mich sehr freuen, wenn mal jemand zu uns kommt und darüber schreibt, was sonst noch so für Menschen in Klaber leben und die Bewohner zu Wort kommen lässt, über die bisher nicht geschrieben wurde.

Ich persönlich beschäftige mich z.Z. intensiv mit Lumira und Grabovoj, bin naturverbunden, liebe die Sonne, meine Familie, meine Freunde, die kanarischen Inseln, meinen Garten, die Katzen … tanze jede Woche Salsa und Bachata,  Mein Lieblingssender sind bewusst.tv und querdenken.tv. Ich habe keinen Fernseher, bilde mich permanent weiter (Fachwirtstudium, WordPress, CSS, Sprachen, Salsafiguren, vegane Rezepte…) – und wenn ihr mich jetzt in irgendeine Schublade steckt, dann lasst sie bitte offen.

Sally im Baum

 

Selbstversorgung und Selbstheilung - interessiert mich