Gutshaus um 1900 im Besitz der Familie von Lowtzow

Ein kurzer Abriss der Geschichte von Klaber und dem Gutshaus Klaber durch den Wandel der Zeiten

 Das Dorf Klaber wurde über 7 Jahrhunderte von der Kirche und der Landwirtschaft geprägt. Klaber wird 1303 im Zusammenhang mit der Übergabe des Patronatsrechtes an das Güstrower Domstift erstmalig genannt. Die Ersterwähungsurkunde nennt den 16. Mai 1303.

Blick von Steinmetz auf Pfarrhaus Klaber 2014
Blick vom ehemaligen Gutsstall auf das Pfarrhaus

Klaber und das Nachbardorf Bergfeld sind schon seit dem 14. Jahrhundert nachweislich im Besitz der Landesfürsten von Werle. Ab 1433 sind sie Lehngüter und wurden bis 1934 belehnt.  1433 gehörte Klaber den Herren von Müggesfeld aus Lauenburg. 1517 bis 1648 war es in Maltzahnschem Besitz und danach wechselte der Besitzer zu den Gebrüdern Hallermann, Dr. Neubauer und Zacharias von Holstein, 1699 Rittmeister Klaus Christoff von Schack, 1726 Gerd Hinrich von Levetzow aus dem Hause Levitzow, 1765 an das Thomstorff´sche Gut in Rothspalk, danach durch Heirat an Friedrich Joachim von Bülow.

1798 heiratet der Rittmeister und Klosterhauptmann don Dobbertin August Friedrich von Lowtzow aus dem Hause Jürgensdorf und Rensow nach Klaber und die Familie von Lowtzow bleibt bis 1945 Besitzer von  Gutshaus Klaber mit den angeschlossenen Ländereien von fast 600 Hektar. 1902 unterzeichnet Arthur v. Lowtzow den letzten Lehneid. Durch Zahlung einer Entschädigung erlischt das lehnherrliche Obereigentum des Landes Mecklenburg und wird am 1.1.1939 freies Eigentum des Johann Karl Alfred v. Lowtzow. Alle Katen, Ställe, Schmiede, Schule, Kneipe, das kleine Herrenhaus gehörten dem Gut. Die Schule wurde bis 1940 betrieben. 1945 fällt Klaber unter die sowjetische Besatzungsmacht und unterliegt der Bodenreform und der Aufsiedlung mit 52 Siedlerstellen, davon wurden 33 besetzt – mit 12 „Ureinwohnern“ und 21 Flüchtlingen aus den Ostgebieten. Zur Siedlerstelle  gehörten 8 ha Land.

Heute werden die Felder von der LPG nachfolge-Genossenschaft Acker und Rind, Neueinrichter Markus Böckermann und dem Wiedereinrichter Albecht von Lowtzow bewirtschaftet.

Im Zuge der Bodenreform erfolgte die Enteignung des Gutshauses von Klaber, nach Auszug der russischen Kommandantur wurde eine Vielzahl von Flüchtlingen im Gebäude untergebracht. Danach gehörte das Gutshaus der Gemeinde und wurde später als Schule, Kindergarten, Veranstaltungsort und Wohnung genutzt.

Das Gutshaus Klaber war ursprünglich ein eingeschossiger Fachwerkbau mit Gewölbekeller, ca. 1850 wurde es im neoklassizistischen Stil umgebaut, eine 2. Etage aufgesetzt und ca. 1902 ein Wirtschaftsgebäude angebaut.

Zum Gutshaus gehören heute ein Teil des ehemaligen Parks, ein Teich und das ehemalige Wirtschaftsgebäude in Backsteinoptik.

Kirche Klaber 2014
Kirche Klaber im Winter 2014

Die Deutung des Dorfnamens wird auf das slawische Glaw – entspricht Kopf oder Oberhaupt zurckgeführt. Klaber war das Hauptdorf der 5 Dörfer Rothspalk, Carsdorf, Nienhagen und Mamerow. In der Kirche kann man auf den Bänken die Beschriftung der Sitzplätze sehen. Bestätigt ist die Wandlung von Calaber – Calabria – Claber zu dem heutigen Namen Klaber.

Besucher von Nah und Fern sehen zuerst die Kirchturmspitze zwischen den Endmoränen-Hügeln. Der schlanke neugotische Turm ist damit das Wahrzeichen von Klaber. Die Kirchenglocke stammt von 1841 und trägt die Inschrift „So weit erklinget mein lauter Schall, segne Gott immer hier Berg und Thal.“ Klaber ist Sitz des Pfarramtes für die angeschlossenen Dörfer Groß Wokern, Langhagen, Serrahn sowie weitere kleine Dörfer zwischen Teterow und Krakow am See. Die Orgel stammt von 1903 und wurde unter Pastor Holmer 2012 grundlegend restauriert. Heute erklingt sie zu besonderen Anlässen wie Weihnachten, Ostern, Hochzeiten, Taufen etc. Leider wohnt im Pfarrhaus kein Pfarrer mehr, obwohl es 1992 aufwändig saniert wurde. Nach dem Weggang von Pastor Holmer wurde jahrelang nach einem neuen Pastor gesucht. In Pastor Johannes Werle aus Rheinland-Pfalz schien er gefunden, aber leider sagte dieser trotz ausgestellter Ernennungurkunde aus familiären Gründen ab. Bis auf weiteres hält Pastorin Christina Reinshagen aus Rostock die Gottesdienste.

Das Dorf Klaber hat heute

  • ca. 80 Einwohner
  • eine wunderschöne Kirche, deren Kirchturm aus allen Richtungen als Wahrzeichen zu sehen ist, mit einer Orgel und einem Pfarrhaus
  • einen Teich
  • einen Gutspark, in dem sich ein Grabstein befindet, da sich die Gutsherren mit der Kirche überworfen hatten
  • die alten sogenannten Schnitterkaten stehen an der Straße
  • einen Dorfplatz, der von Hr. von Lowtzow initiiert wurde und heute noch gepflegt ist – Radwanderer können dort unter einem Dach eine Rast einlegen
  • einen typischen DDR-Neubau
  • ein Gutshaus, welches im Moment äußerlich im Dornröschenschlaf liegt, aber in dem sich auf den geistigen Ebenen viel tut, und in dem ich wohne – HIER können Sie mehr über mich erfahren
  • eine wunderschöne Umgebung mit der typischen Endmoränen-Landschaft, Hügelgräbern, Gutshäusern in den kleinen Dörfern (Rothspalk, Carlsdorf, Lalendorf, Langhagen etc.) und die sich zum Wandern, Radfahren, Spazierengehen, Skifahren, Joggen … eignet
  • mehrere Badeseen in der Umgebung, z.B. Bergfeld
  • die schönsten Sonnenunter- und aufgänge vor abwechslungsreicher Landschaft
  • 2 Imker, einen Steinmetz, einen Schmied, eine Buchbinderin, deren alte Handwerkskunst man nach Anmeldung bewundern und kaufen kann

Von Klaber aus

  • ist man in 2 Stunden in Berlin oder Hamburg
  • erreicht man in 45 Minuten die  wunderschöne Stadt Rostock mit seiner vielfältigen Kultur
  • fährt man in 25 Minuten in die Oase in Güstrow mit verschiedenen Saunalandschaften, einem tollen Bad und verschiedenen Fitness-Angeboten
  • kann man in 20 Minuten den Tee- und Meditationsgarten in Schliefenberg besuchen

Gutshaus Klaber stellt sich vor:

Cornelia Bölter, Fachwirtin für Versicherungen und Finanzen, auch grün versichert ist möglich

Aktiv im Bereich gesunde, bewusste Ernährung

Mit schönem Bio-Garten und wunderbarer Umgebung